Schneeschuhwandern im Winter

Im Winter, wenn alles so herrlich weiß mit Schnee bedeckt ist, zieht es viele mit ihren Skiern in Richtung Berge. Doch auch Schneeschuh-Touren werden immer beliebter. Sie lassen die verschneite Winterlandschaft auf eine ganz besondere Art und Weise erleben. Sie sind perfekt, um die Schönheit des Winters in vollen Zügen zu genießen. Das Schneeschuhwandern hat sich zur eigenständigen Wintersportart etabliert. Es ist im Flachland und in höheren Lagen möglich. Die Schneeschuhe dienen bei Schnee und Eis der leichteren Fortbewegung, da sie entsprechenden Halt bieten. Nachfolgend werden die wichtigsten Informationen rund um das Schneeschuhwandern und die Schneeschuhe geliefert.

Geschichte des Schneeschuhwanderns

Der Ursprung ist nicht so genau bekannt, wobei die Schneeschuhe in schneereichen Gebieten bereits seit langer Zeit getragen werden. Strabon, ein griechischer Philosoph, hat im ersten Jahrhundert schon Schneeschuhe beschrieben, die im Kaukasus eingesetzt wurden. Die Nomaden aus Nordamerika und Skandinavien haben ebenfalls Schneeschuhe zur Fortbewegung verwendet. Jäger und Sammler haben bereits vor 10.000 Jahren in schneereichen Gebieten Schneeschuhe genutzt, um die Trittfläche der Füße zu vergrößern, ein Einsinken zu verhindern und schneller voran zu kommen. Das Schneeschuhwandern hat somit eine sehr lange Tradition. Was sich in den vergangenen Jahren zur Trendsportart entwickelt hat, war hingegen früher Nutzen zum Zweck. Mittlerweile ist das Schneeschuhwandern bei Jung und Alt zur beliebten Freizeitaktivität geworden.

Vorteile des Schneeschuhwanderns

Das Schneeschuhwandern bietet viele Vorteile. Es wirkt sich beispielsweise auf das Herz-Kreislauf-System sehr positiv aus, sodass Erkrankungen und Beschwerden wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Diabetes vorgebeugt werden. Zudem werden die Beine sowie die Arm-, Schulter-, Brust-, Rücken- und Bauchmuskeln trainiert. Des Weiteren werden die Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit gefördert und die Fettverbrennung wird angekurbelt. Beim Schneeschuhwandern können doppelt so viele Kalorien verbrannt werden wie beim Spazierengehen. Das Immunsystem wird gestärkt und der Stressabbau begünstigt. Sport sorgt im Allgemeinen für eine seelische Entspannung und Ausgeglichenheit. Die Entspannung in der Natur tut ihr Übriges.

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Was ist bei einer Tour zu beachten?

Wer auf eine Schneewandertour geht, sollte sich einiger Risiken bewusst sein. Dazu gehören nicht nur eine Unterkühlung, sondern ebenso eine Lawinengefahr und ein Orientierungsverlust. Daher sind eine gute Planung und Vorbereitung sehr wichtig. Auch sehr kleine Lawinen können gravierende Auswirkungen haben, da der Schnee oft schwer ist. Eine Auskunft über die Gefahr bieten entsprechende Berichte. Die Lawinengefahr wird in fünf Stufen eingeteilt: gering bis sehr groß. Die Gefahrenstufen 1 und 2 besagen, dass die Schneeschuhtour in der Regel ungefährlich ist, während ab Stufe 3 eine erhebliche Lawinengefahr vorherrscht. Es empfiehlt sich, im Vorfeld jemanden aus dem Umfeld darüber zu informieren, wo die Strecke entlang läuft und was das Ziel ist, um sicher zu gehen, im Notfall gefunden zu werden. Des Weiteren ist Sonnencreme wichtig, da Schnee das Sonnenlicht viel stärker reflektiert und die UV-Belastung beim Schneeschuhwandern daher besonders hoch ist. Zum Schutz der Augen eignet sich eine Sonnenbrille.

Was ist ein Schneeschuh und worauf sollte beim Kauf geachtet werden?

Schneeschuhe sind feste Bergschuhe, die über eine gute Sohle verfügen und bei einer Schneeschuhwanderung nicht im Tiefschnee versinken. Da Schneeschuhe gewöhnlich sehr breit sind, ist die Auflagefläche im Schnee größer. Es ist damit leichter, im Schnee vorwärts zu kommen. Die Schuhe sollten gut isolieren, wasserfest und mindestens knöchelhoch sein. Die Füße befinden sich schließlich mehrere Stunden lang darin, sodass sie leicht auskühlen und nass werden können. Beim Kauf von Schneeschuhen empfiehlt es sich, auf Qualität und bekannte Anbieter zu setzen, die über eine gewisse Erfahrung verfügen. Die Größe der Schneeschuhe hat nichts mit der Schuhgröße zu tun. Sie bezieht sich stets auf die Traglast: Je größer diese ist, desto mehr Gewicht vertragen auch die Schuhe, bevor sie einsinken. Neben dem eigenen Körpergewicht und der Kleidung muss auch die übrige Ausrüstung mit einberechnet werden, beispielsweise der Rucksack und feste Schuhe. Ein Paar Gamaschen verhindert das Eindringen von Schnee. Für ein Bergauf- und Bergabgehen sind außerdem Krallen und Rahmen wichtig, denn diese verbessern das Gehverhalten.

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Welche Arten von Schneeschuhen gibt es?

Bei den Schneeschuhen wird zwischen drei Arten unterschieden: Holzrahmen-, Alurahmen- und Kunststoffmodelle.

  • Holzrahmenmodelle (Originals)
    Holzrahmenmodelle sind mit einer Seilgeflecht- oder Lederbespannung ausgestattet. Sie ermöglichen es im flachen Gelände, sich fortzubewegen, ohne im Schnee tief einzusinken. In hügeligem Gelände mit mittlerem Schwierigkeitsgrad stoßen Nutzer von Holzrahmenmodellen allerdings schnell an ihre Grenzen. Schneeschuhe mit Holzrahmen sind daher heutzutage kaum noch anzutreffen.
  • Alurahmenmodelle (Classics)
    Diese Schneeschuhe eignen sich für einfaches Gelände mit leichten Steigungen oder Gefälle. Die Modelle sind mit einer Kunststoffbeplankung versehen, wodurch das Einsinken im tiefen Schnee verhindert wird. Mit Alurahmenmodellen stoßen Nutzer in mittlerem Gelände bereits an ihre Grenzen, da der notwendige Halt fehlt. Im alpinen Bereich sollten Schneeschuhe mit Alurahmen nicht verwendet werden.
  • Kunststoffmodelle (Moderns)
    Diese Schneeschuhe entsprechen der modernen Hightech-Kategorie. Sie können sowohl im einfachem als auch im mittleren und sehr schweren Gelände zum Einsatz kommen. Kunststoffmodelle eignen sich also ebenso für alpine Touren. Sie bieten an steilen Hängen einen besseren Halt.

Die passende Ausrüstung beim Schneeschuhwandern

Was die Kleidung anbelangt, sind atmungsaktive Funktionswäsche, eine Wanderhose und Softshell-Jacke die optimale Wahl. Da einem beim Wandern schnell einmal warm wird, ist das Zwiebel-Prinzip gut geeignet. Dies bedeutet, dass mehrere Kleidungsstücke übereinander gezogen werden, die bei Bedarf abgelegt oder übergezogen werden können. Die Kleidung sollte den Schweiß nach außen transportieren sowie wasser- und winddicht sein. Ohne Handschuhe und eine Kopfbedeckung geht es im Winter ebenfalls nicht. Für den Fall, dass es dunkler werden könnte, sollte eine Stirnlampe mit einer großen Lichtleistung mit dabei sein. Auf alpinen Schneeschuhtouren sollte eine komplette Lawinenausrüstung mitgeführt werden. Dazu gehört ein Lawinenverschüttetensuchgerät, mit dem Verschüttete geortet werden können. Mit einer Lawinensonde kann der Verschüttete genau lokalisiert und mit einer Lawinenschaufel ausgegraben werden. Wanderstöcke sind ein weiteres Must have, um im Winter beim Schneeschuhwandern bergauf zu kommen und sich abstützen zu können. Sinnvoll ist zudem ein Notfallset.

Fazit

Schneeschuhwandern ist eine tolle Möglichkeit, die verschneite Landschaft zu genießen und sich selbst in der kalten Jahreszeit körperlich zu betätigen. Diese Sportart kann von jedem ausgeführt werden, denn sie ist einfach zu erlernen. Jeder Schneeschuhläufer kann sein Leistungsvermögen dem Tempo und der Länge der Route anpassen. Allerdings sollten die genannten Dinge beachtet werden. Die Funktion der Schuhe wird vom Auftrieb, der Robustheit und dem Gewicht bestimmt. Grundsätzlich gilt: Je kleiner der Schneeschuh ist, desto geländetauglicher ist er, aber in den Schnee sinkt er tiefer ein.

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