Langlauf – Ski nordisch

Der Langlauf zählt hierzulande zu den beliebtesten Wintersportarten. Jährlich nutzen Tausende von sportbegeisterten Urlaubern und Athleten die kalte Jahreszeit, um sich den kilometerlangen Loipen hinzugeben. Dabei war der nordische Sport ursprünglich gar nicht als Sport gedacht. Erst im Laufe der Zeit wurde aus dem einstigen Fortbewegungsmittel eine Sportart. Mittlerweile hat sich der Langlauf sogar derart weiterentwickelt, dass es gar nicht so einfach ist, das richtige Material zu finden. Aus diesem Grund sollten sich Interessierte zunächst informieren, um bestmöglich vorbereitet in die Loipe zu steigen.

Geschichte des Langlaufs

Der moderne Langlauf hat seinen Ursprung bereits Mitte des 19. Jahrhunderts in Norwegen. Anders als heutzutage stand jedoch die Fortbewegung und nicht der sportliche Gedanke im Vordergrund. Bis der Langlauf seinen Weg nach Mitteleuropa fand sollte es allerdings noch mehrere Jahrzehnte dauern. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich auch hierzulande eine Sportbewegung, die auf dem Langlauf basierte. Als Resultat dieser Entwicklung wurden die ersten Skivereine gegründet. Während heutzutage sowohl die klassische Technik als auch die Skating-Technik eingesetzt werden, wurde letztere erst 1986 als offizielle Technik für Wettkämpfe anerkannt. Seitdem werden Wettbewerbe entweder in der klassischen Technik oder im sogenannten freien Stil ausgetragen, bei dem die Skating-Technik zum Einsatz kommt.

Welche Vorteile bietet der Langlauf?

Genau wie andere Ausdauersportarten fördert regelmäßiger Langlauf sämtliche gesundheitlichen Aspekte. Die Ausdauer wird gestärkt, der Kreislauf angeregt und der gesamte Bewegungsapparat trainiert. Verglichen mit Sportarten wie Joggen oder Radfahren gibt es allerdings einen entscheidenden Vorteil, denn Langlauf gilt als äußerst gelenkschonender Sport, da keine übermäßig starken Belastungen auf die Gelenke einwirken.

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Was ist bei einer Tour zu beachten?

Auch wenn der Langlauf für viele Außenstehende eher als wenig anspruchsvoller Sport gilt, ist genau das Gegenteil der Fall. Jede Loipe weißt eine andere Schwierigkeit auf, nach der sich insbesondere Anfänger richten sollten. Schwere Loipen führen über lange und anstrengende Anstiege und können rasante Abfahrten mit knackigen Kurven aufweisen. Wer diesen Gefällen technisch nicht gerecht wird, der läuft Gefahr, schwer zu stürzen. Daher sollte zunächst der Schwierigkeitsgrad der Loipen überprüft werden, bevor die Tour zum waghalsigen Abenteuer wird. Viele Skigebiete bieten mittlerweile detaillierte Übersichten im Internet, auf denen Informationen zur Länge und dem Schwierigkeitsgrad der Loipe eingesehen werden können.

Welche Techniken gibt es im Langlauf?

Im Langlauf wird generell in zwei verschiedene Techniken unterschieden. Die ältere der beiden Varianten wird auch klassischer Stil genannt. Ihn zeichnet aus, dass der Läufer die Ski parallel zu einander führt. Der klassische Stil kann sowohl in der Loipe als auch auf der freien Strecke angewandt werden. Neuer hingegen ist der freie Stil, bei dem der Läufer die Ski ähnlich beim Eislaufen oder dem Inlineskaten leicht seitlich zum Körper bewegt. Das Skating erfordert im Vergleich zur klassischen Technik allerdings einige Übung, da die Bewegungsabläufe komplexer sind. Wer sich bei seinen ersten Versuchen auf Langlaufski nicht mit der Nase im Schnee wiederfinden will, der sollte daher zunächst den klassischen Stil üben und sich anschließend langsam an das Skaten herantasten.

Den Langlaufski nach Können auswählen

Je nach individuellem Können ist es wichtig, dass der richtige Skityp gewählt wird, um einen sicheren Lauf zu gewährleisten. Im Fachhandel wird daher in vier unterschiedliche Kategorien unterschieden. Ski aus der Kategorie Racing sind besonders schmal und ermöglichen ein hohes Tempo. Auf der anderen Seite sind sie schwer zu handhaben, was sich besonders während Abfahrten oder schnellen Kurven bemerkbar macht. Aufgrund dieser Eigenschaften eignen sie sich nur für trainierte Langläufer mit perfekter Technik. Wer regelmäßig auf Langlaufski unterwegs ist oder gar an Amateurwettkämpfen teilnimmt, für den empfehlen sich Ski aus den Kategorien Sport oder Allrounder. Deren Handling ist deutlich besser als das der Racing-Ski, wobei das maximale Tempo etwas geringer ist. Jene, die hin und wieder in der Loipe unterwegs sind oder gerade erst mit dem Langlauf begonnen haben, sollten auf Ski der Kategorie Wanderer setzen, um zunächst die Grundlagen sowie die richtige Technik erlernen zu können.

Ausrüstung und Zubehör

Neben der Grundausrüstung aus Ski, Schuhen und Stöcken ist es wichtig, dass die Kleidung den äußeren Bedingungen angepasst ist. Sie sollte einerseits zwar winterfest sein, andererseits nach Möglichkeit atmungsaktiv und vor allem nicht zu warm. Die körperlichen Belastungen beim Langlauf können mitunter sehr hoch sein, sodass eine zu warme Kleidung dafür sorgen kann, dass der Körper überhitzt. Bei längeren Touren empfiehlt es sich darüber hinaus einen kleinen Rucksack mitzunehmen, in dem Getränke und Speisen verstaut werden können.

Darauf sollte beim Kauf der Ausrüstung geachtet werden

Wie auch bei anderen Sportarten sollte zunächst im Fokus stehen, dass das gewünschte Equipment bequem ist. Dementsprechend wichtig ist die Wahl von Schuhen, die zwar fest am Fuß sitzen, jedoch nicht drücken. Weiterhin gibt es unterschiedliche Modelle, die sich je nach Laufstil richten oder gar beide Laufstile ermöglichen. Mit Blick auf die Ski kommt in erster Linie dem eigenen Körpergewicht eine im wahrsten Sinne des Wortes tragende Rolle zu. Die Abstoßzone oder auch Steighilfezone, also der Bereich unterhalb der Bindung, sollte keinen Bodenkontakt aufweisen, wenn der Sportler auf den Ski steht. Aus diesem Grund ist es essentiell, dass der Ski perfekt auf das Körpergewicht angepasst ist. Ist dies nicht der Fall, wirkt sich das spürbar auf den Ski aus. Beim Laufen können Wegrutschen sowie Bremsen die Folgen sein. Zu guter Letzt sollten die Skistöcke an den Körper angepasst werden. Wer den klassischen Langlauf bevorzugt, der sollte auf Stöcke zurückgreifen, die in ihrer Länge der Körpergröße x 0,85 entsprechen. Skater hingegen sollten nach der Formel Körpergröße x 0,9 vorgehen, um die ideale Stocklänge zu ermitteln.

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